Früher Biotechzugang

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FOTO: NDABCREATIVITY – STOCK.ADOBE.COM

Autor: Alfons Niederländer

Nicht erst seit der Corona-Pandemie ist Biotechnologie eine Boombranche. Investitionen versprechen überdurchschnittliche Renditen, erfordern aber Know-how. Ergänzend zu klassischen Anlageformen bietet die Vermögensverwaltung Hinkel & Cie. ihren Kunden Private-Equity-Beteiligungen im Bereich Biotech an.

Erstmals könnte in nicht allzu ferner Zukunft ein Medikament zur Behandlung septischer Schocks zugelassen werden. Dieser Zustand tritt im Endstadium einer Blutvergiftung ein und endet bisher meist tödlich. Dass die in Henningsdorf, nordwestlich von Berlin ansässige Adrenomed AG wichtige Phasen auf dem Weg zu diesem Therapeutikum bereits erfolgreich absolviert hat, ist eine gute Nachricht für Patienten. Auch Investoren könnten profitieren, denn eine Verpartnerung mit nachgelagertem Verkauf an Big Pharma oder ein IPO sind die Exitziele.

Bleibt die Frage: Wie erfahren Anleger rechtzeitig von solchen Gelegenheiten in einem so spezialisierten Bereich wie Biotechnologie? Eine Möglichkeit sind die Private-Equity-Lösungen der Hinkel & Cie. Vermögensverwaltung AG. Die Düsseldorfer Geldmanager um ihren Vorstand Klaus Hinkel sind selbst zwar keine Biotechexperten, arbeiten allerdings mit der Deutsche Biotech Innovativ AG (DBI AG) zusammen. Deren Gründer und Hauptgesellschafter sind Mediziner, die bereits vor zehn Jahren eine Diagnostikanwendung entwickelt und bei ihrem Verkauf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag erzielt haben. Seither investieren sie den Erlös in Unternehmen im frühen Stadium der Forschung und Entwicklung von Therapeutika gegen Krankheiten, die bisher noch nicht behandelbar sind. Auch an der bereits erwähnten Adrenomed AG ist die DBI AG beteiligt.

Zweigleisig unterwegs
Eine Möglichkeit der Private-Equity-Beteiligung läuft über gewerblich geprägte Kapitalgesellschaften von Family Offices. Diese investieren in die nicht an der Börse gelisteten Biotechnologieunternehmen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung der DBI AG mit einer Mindestanlagesumme von 500 000 Euro. Die Zusammenarbeit zwischen Hinkel & Cie. und einem Family Office ist erfolgsabhängig gestaltet: Hinkel & Cie. gründet zunächst im Auftrag des Kunden die benötigte Kapitalgesellschaft, an der das Family Office anschließend die Mehrheit in Höhe von 95 Prozent der Anteile übernimmt. Hinkel & Cie. führt und verwaltet die Gesellschaft als Geschäftsbesorger und wird dafür mit den restlichen fünf Prozent der Anteile vergütet.

Die Variante 2 ist für deutlich niedrigere Anlagesummen konzipiert, hier ist ein Einstieg ab 10 000 Euro möglich. Die Private-Equity-Beteiligung läuft über ein direktes Aktieninvestment in die unnotierte BioTec CCI AG mit Sitz in Düsseldorf. Diese wird von der DBI AG bei ihren Biotechinvestitionen beraten, mit Hinkel & Cie. als ihrem akkreditierten Partner. BioTec CCI führte vor Kurzem eine Kapitalerhöhung auf 350 000 Euro durch und hat sich an der SphingoTec GmbH beteiligt.

Die Diagnostikgesellschaft bietet Blutanalysen an, mit denen der behandelnde Arzt den Krankheitsverlauf des Patienten in den nächsten 24 Stunden genauer vorhersagen kann. Für den Sommer plant die BioTec CCI AG eine öffentliche unnotierte Kapitalerhöhung, deren Betrag bis zu drei Millionen Euro ausmachen soll. Hierbei will das Unternehmen die Family-Office-Dienstleistung von Hinkel & Cie. für die Vermittlung der Kapitalerhöhung an Privatkunden nutzen.

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